Re: Augenmuskelschwäche


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Abgeschickt von kerstin am 11 Oktober, 2002 um 15:49:13:

Antwort auf: Augenmuskelschwäche von Claudia am 11 Oktober, 2002 um 08:39:06:

Hallo Claudia,

Augenmuskelschwäche ist ein dehnbarer Begriff. aus Deinem Beitrag geht nicht hervor, was Dein Sohn außer der Kurzsichtigkeit tatsächlich hat. Eigentlich bedeutet eine Augenmuskelschwäche,. daß ein Augenmuskel nicht richtig arbeitet, also angebren nicht richtig angelegt oder gelähmt ist
oder erworben gelähmt oder durch eine Verletzung geschädigt ist. Es gibt auch Ekrankungen, bei der die augenmuskeln und manchmal die gesamte willkürlich beeinflußbare motorische Muskulatur verändern oder die Reizübertragung vom Nerv zum Muskel nicht mehr richtig funktioniert. Im Zusammenhang mit Kurzsichtigkeit gibt es ein Schielen, bei dem das Auge tiefer und nach innen steht. Tritt aber nur bei sehr hoher Kurzsichtigkeit (z.B. -15dpt) auf. Manche (keine Augenärzte, eher der Volksmund) meinen eigentlich ein verstecktes Schielen, daß nicht immer oder nur schwer kompensiert werden. Normalerweise werden Orthoptistinnen und Augenärzte richtig ausgebildet. Aber es gibt auch manchmal Arzthelferinnen, die sich als Orthoptistin bezeichnen, ohne eine solche Ausbildung gemacht zu haben. Sicher gibt es auch Orthoptistinnen oder Ärzte, die sich nicht oder nur ungenügend fortbilden. Trotzdem sollte man nicht wegen schlechter Erfahrungen mit Ärzten nicht auf alle schließen. Es gibt viele engagierte Orthoptistinnen und Augenärzte, deren Arbeit man nicht als unütz bezeichnen sollte. Übrigens verdient man als Orthoptistin nicht die Welt. auch Ärtze, vor allem in Kliniken verdienen nicht wahnsinnig viel, das war vielleicht vor 20 Jahren mal so.
Das Gesundheitssystem geht nicht wegen der Ärzte den Bach runter, sondern durch die enormen Medikamentenleistungen, den neuen guten, aber teueren Behandlungsmethoden und da, wie bei der Rente, die Beitragszahler fehlen. Und, mal aus Sicht des Behandlers gesehen, es gibt viele (nicht alle) Patienten, die sehr hohe Ansprüche an das Gesundheitswesen stellen. D.h. kurze Wartezeiten, optimale Behandlung und lange Gesprächzeit mit am besten dem Chefarzt und das alles zum Nulltarif. Da aber immer weniger Personal da ist und den Gesundheitsberufen auch der Nachwuchs fehlt, ist der Ablauf in den kliniken nur mit langen Wartezeiten zu bewältigen. Das Gerede, die Ärzte allein wären an der Misere des Gesundheitswesens schuld, stimmt daher nicht. auch die Krankenkassen machen einem z.B. Praxisarzt das Arbeiten nicht gerade leicht. Außerdem haben die Kassen enorm hohe Verwaltungskosten, für die natürlich die Beiträg der Versicherten herhalten müssen. Ich selbst habe mal ein Praktikum bei einer Krankenkasse gemacht, von einer solchen Austattung (Computer etc.) können viele Krankenhäuser nur träumen.

Schreib doch mal, was genau Dein Sohn für Probleme und für ein Schielen hat, dann kann ich Dir vielleicht auch mehr darüber schreiben. Wie habt Ihr ihn behandelt, sodaß er jetzt bescherdefrei ist?.

Viele Grüße

Kerstin


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