Re: Innen- und Außenschielen


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Abgeschickt von Christian am 17 Oktober, 2002 um 18:43:14

Antwort auf: Innen- und Außenschielen von Sabine Bauch am 16 Oktober, 2002 um 23:47:57:

Hallo, laut ihrer Schilderung schaut ihre Tochter mit beiden Augen im Wechsel. Normalerweise sollte dies bei Gewöhnung aber keine Probleme verursachen, weder in der Schule noch anderswo. Eine Prismenbrille nützt sicher nur wenig da das Gehirn sicher kein Stereosehen gelernt hat. Wenn sie wie ebenfalls geschilert aber trotzdem Probleme hat kann es aber auch sein daß ein Auge führt während der Seheindruck des anderen störend ist (zeitweise schwache Doppelbilder). Dies kann, wenn beide Augen annähernd gleich gut sehen durchaus der Fall sein. In diesem Falle sollte man es doch mit einer Prismenbrille versuchen, denn damit werden die Doppelbilder besser zur Deckung gebracht. Eventuell ist dann sogar teilweise beidäugiges Stereosehen möglich. Falls dies der Fall ist war die Behandlung wirklich gut.
Ein weiteres zeitweiliges Abkleben dient zur Vermeidung eines Rückfalles zur Amblopie, was in diesem Alter leider noch passieren kann.

Eine Biofokalbrille ist eine Zweistärkenbrille und wird in der Regel ab etwa dem 45. Lebensjahr mit dem Einsetzen der Alterssichtigkeit getragen. Bei Kindern wendet man sie nur selten an. Sie dient dann auch nicht der Korrektur der Alterssichtigkeit, sondern zur Ausschaltung von Überkonvergenz, also einer überstarken Drehung der Augen nach innen in der Nähe. Mit einer solchen Brille soll das Auge weniger akkomodieren und somit auch weniger konvergieren, denn diese beiden Funktionen sind gekoppelt.

Zappeliges auf dem Stuhl sitzen ist aber sicher nicht mit Schielfehlern in Verbindung zu bringen. Christian.




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