Re: Nystagmus nach Koma


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Abgeschickt von kerstin am 22 Oktober, 2002 um 17:50:44:

Antwort auf: Nystagmus nach Koma von Bettermann am 22 Oktober, 2002 um 11:03:11:

Hallo,

ein VEP zeigt, ob die Verbindung von den Sehnerven bis zum Sehzentrum im Gehirn (=Sehbahn) intakt ist. Über das tatsächliche Sehvermögen kann nur ein Test der Sehschärfe Aufschluß geben, was bei Kleinkindern recht schwierig aber nicht unmöglich ist. Besteht der Verdacht auf eine Beeinträchtigung der Sehbahn, ist ein VEP (=VECP) indiziert.
Falls Ihr Sohn noch nicht einer Orthoptistin in einer Klinik oder Praxis oder einem mit Kindern erfahrenen Augenarzt und einem Kinderneurologen vorgestellt wurde, sollte dies möglichst bald geschehen.

Sollte Ihr Kleiner durch den Nystagmus nicht mehr so gut sehen können, ist die Einleitung einer visuelle Frühförderung indiziert. An den Frühförderstellen wird die Sehschärfe der Kinder festgestellt und beobachtet, ob und wie die Kleinen Ihr Sehvermögen nutzen. Anschließend wird der Sehsinn mit bunten Lichtern, kontrastreichen Spielzeug usw. spielerisch gereizt.
Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen ein Prospekt über Frühförderung bei seheschädigten Kindern, mailen Sie mir einfach unter kborne@tiscali.de.

Ein erworbener Nystagmus kann dazu führen, das der Patient seine Umwelt "verwackelt" wahrnimmt. Kinder sind aber schnell in der Lage, die verwackelten Bilder zu ignorieren, sodaß dann für die Kleinen trotz Nystagmus ein normales, nicht bewegtes Bild besteht. Allerdings kann der Nystagmus auch ein Entstehen einer Sehschwäche beider Augen verursachen, die nicht durch Brillen auszugleichen ist. Auch dann ist eine visuelle Frühförderung wichtig.

Ich hoffe, ich hab alles verständlich geschrieben. Viele Grüße und alles Gute

Kerstin



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