Re: Kolobom Brille ja oder nein?


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Abgeschickt von Christian am 25 Oktober, 2002 um 18:27:30

Antwort auf: Kolobom Brille ja oder nein? von Klaus P. am 24 Oktober, 2002 um 14:25:58:

Hallo, ein Kolobom ist bereits angeboren, es gibt mehrere Arten davon. Das betroffene Auge ist gegenüber dem anderen in der Regel stark im Sehen benachteiligt. Dadurch wird es vom Gehirn in der Regel abgeschlatet, es wird also amblyop; das Gehirn konzentriert sich dann ganz und gar auf das Sehen mit dem anderen. Ganz ohne Behandlung erlangt das betroffene Auge dann nur einen geringen Sehrest oder erblindet ganz. Mit Pflasterbehandlung kann man es oftmals jedoch dazu trainieren wenigstens etwas zu sehen. Die volle Sehschärfe und Stereosehen wird man wegen dem Kolobom wohl nicht erreichen können, aber ein Sehrest ist beim Verlust oder bei Erkrankung des anderen gegenüber einer Erblindung allemal von Vorteil.
Die Brille soll die vorliegende Weitsichtigkeit korrigieren. Dies ist bei Werten über +3 dpt erforderlich, denn ab diesem Wert ist die Augenlinse mit dem Ausgleich der Weitsichtigkeit insbesondere beim Sehen in der Nähe überfordert und es kann zu Leseunlust oder gar Kopfschmerzen kommen.
Daher sollte eine Brille durchaus angepasst werden, vor allem dann wenn die Fehlsichtigkeit des kranken Auges auch noch höher als die des anderen ist, denn dies würde eine zuzätzliche Vernachlässigung des kranken Auges bedeuten.
Beide Dinge, Brille und Pflaster, haben also ihren Sinn. Christian.


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