Re: Ziemlich falsch beraten


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Abgeschickt von Sonja am 21 Dezember, 2002 um 19:04:55

Antwort auf: Ziemlich falsch beraten von Gabi am 21 Dezember, 2002 um 03:37:52:

Mit meiner Tochter Lisa habe ich ähnliches mitgemacht. Als Lisa 3 Jahre alt war, schielte sie leicht auf dem linken Auge. Der Augnarzt stellte eine leichte Weitsichtigkeit fest und meinte, dass eine Brille nicht notwendig sei. Hatte ich mir ihr Schielen nur eingebildet? Bei der Einschulungsuntersuchung bestand sie den Sehtest nicht; der Augenarzt stellte fest: Links +5,0, rechts + 3,0 und verschrieb ihr eine Brille links + 2,5, rechts + 0,5. Das leichte Schielen würde mit der Brille besser werden. Als Lisa (inzwischen 8 Jahre) über Kopfschmerzen klagte und darüber, dass sie die Tafelanschriften nicht mehr klar erkennen kann und auch beim Lesen speziell kleiner Schriften große Probleme hat, gingen wir zu einem anderen Augenarzt. Niederschmetterndes Ergebnis: Links + 7,5, rechts + 3,5, dazu eine Hornhautverkrümmung von 2,25 cyl und das linke Auge schwachsichtig. Lisa muss unbewusst immer das bessere rechte Auge benutzt haben. Der Arzt verordnete Gläser mit Vollkorrektur; seit sechs Wochen kleben wir das rechte Auge ab. Gebessert hat sich bis jetzt nichts. Ich bin verzweifelt!

: Als mein Sohn 3 Monate alt war stand leider fest: er schielt. Er benutzte nur sein rechtes Auge sein Linkes stand in der Mitte. Ich ging mit ihm zum Augenarzt und die Orthoptistin tropfte ihn (1x ich weiß aber nicht womit). Beim Tropfen des linken Auges sah ich, daß der Tropfen nicht ins Auge ging und die Orthoptistin wischte ihn sofort wieder weg. Ich sagte ihr das sofort, aber sie erwiderte daß das schon passt.
: Die Messung ergab:
: r:+5,0 l:+2,0

: Der Grund für`s Schielen schien gefunden.Der Arzt verordnete eine Brille mit
: r:+1,0 l:+0,5
: ausserdem klebten wir rechts

: Als mein Sohn den Handgriff raus hatte, riss er die Brille runter sobald ich sie ihm aufsetzte. Ich fragte nach, warum die Fehlsichtigkeit nicht so korrigiert würde, daß beide Augen auf Gleichstand wären.Immerhin waren da noch 3 dpt. Unterschied.Die Antwort war, daß er keine stärkere Brille akzeptieren würde (tja, die vorhandene wollte er ja auch nicht!). Ausserdem wunderte ich mich daß er ausgerechnet mit seinem schlechteren Auge schaute während das Gute immer in der Mitte war.
: Auf meine Fragen bekam ich schließlich nur noch patzige Antworten von der Orthoptistin, zum Augenarzt wurde ich erst gar nicht vorgelassen.
: Nach 5 Monaten lies ich die Brillenstärke in einer Augenklinik messen.
: Das Ergebnis:
: r:+5,5 l:+6,0
: Er bekam eine Vollkorrektur. Das Schielen besserte sich leider nicht.
: Ich frage mich immer wieder, was gewesen wäre wenn er gleich die richtige Brille bekommen hätte.

: Jetzt noch die Geschichte meiner Tochter.
: Gleichzeitig als mein Sohn behandelt wurde, ließ ich auch die Augen meiner Tochter (3 Jahre) kontrollieren. Gott sei Dank kein Schielen aber
: r:+3,5 l:+3,0.
: Sie bekam eine Brille um 1dpt abgeschwächt. Nach 8 Wochen machte die Orthoptistin nochmal einen Sehtest (obwohl ich eigentlich mit meinem Sohn da war,aber sie hatte wohl noch Zeit..)
: Das Ergebnis war für mich ein Schlag! Rechtes Auge schlechter - Folie ins Brillenglas - nach 8 Wochen noch nicht besser.
: Ich war psychisch sehr angekratzt -jetzt alle beide!

: Mittlerweile war ich mit meinem Sohn in der Augenklinik und ich wollte auch bei meiner Tochter eine 2. Meinung. Es stellte sich heraus, daß beide Augen gleich gut sehen (darauf wurde besonders geachtet). Da ich mittlerweile (das ganze ist nun 2 Jahre her) weiß daß durch Abdecken eines Auges sich
: dieses verschlechtern kann denke ich mit Schrecken daran was aus dieser Geschichte hätte werden können.
: Mein jetziger Augenarzt sagte mir:" Das ist das Geschäft mit der Gesundheit auf Kosten der Kinder"
: Die Orthoptistin hatte wohl gedacht, daß sie mir das leicht hätte weismachen können - der Sohn schielt, warum nicht auch die Tochter?

: Ich habe dieser Frau vertraut, weil ich es nicht besser wußte und das ist das Allerschlimmste.
: Ich weiß daß diese Frau ein schwarzes Schaf ist, aber es macht mich einfach fassungslos, weil es noch so viele gibt, die ihr so wie ich ihre Kinder überlassen.
: Was kann ich tun?
: Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.

: Viele Grüße
: Gabi
:

:




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