Re: Wechselseitiges Innenschielen bei geringer Weitsichtigkeit seit Geburt


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Abgeschickt von kerstin am 23 Januar, 2003 um 17:42:15:

Antwort auf: Wechselseitiges Innenschielen bei geringer Weitsichtigkeit seit Geburt von Imke S. am 23 Januar, 2003 um 17:24:26:

Hallo,

die Behandlung, die Sie bechreiben, nenn sich Penelisation und gibt es schon seit den 70er Jahren oder noch länger. Heutzutage wird diese Therapie nur noch selten angewandt, da die Atropinaugentropfen bei längerer, täglicher Gabe (über 1Jahr) irreperable Schäden an der Naheinstellung der Augen verursachen können. Warum soll diese Methode angewandt werden?
Die Ausbildung eines Auges als Führungsauge finde ich ebenfalss bedenklich, da sich evtl. eine Sehschwäche auf dem anderen Auge bilden kann. Solange ein Kind wechselseitig schielt, ist das ein Zeichen, daß die Sehschärfe gleichwertig ist. Oder ist das linke Auge jetzt das bevorzugte Auge und das rechte soll trainiert werden? Dann ist das Abkleben des bevorzugten Auges für ein paar Stunden am Tag sicher effektiver.
Die Penelisation wird eigentlich nur angewandt, wenn die Methode mit dem Abkleben nicht funktioniert (z.b. bei schlechter Pflasterakzeptanz, oder ausgeprägter Pflasterallergie usw.) als letzte Methode, sozusagen.
Das angeborene Schielen ist duch homöopathische Mittel nicht zu verbessern oder zu heilen. Beim angeborenen Schielen wird in der Regel im Vorschulalter operiert. Stereosehen kann man beim angeborenen Schielen nach der OP nicht erwarten, da sich das Stereosehen im ersten Lebensjahr nur dann entwickelt, wenn z.B. kein Schielen in dieser Phase besteht.

Viele Grüße

Kerstin


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