Aniridie - nützliche Informationen (zur Behandlung)


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Abgeschickt von Thomas am 25 Maerz, 2003 um 15:08:39

Hallo, ich habe hier im Forum ja schonmal von meinem Problem mit der Krankenkasse berichtet. Jetzt habe ich von meiner Augenärtzin ein Gutachten für die Krankenkasse bekomme. Ich denke, wenn ich den Text hier poste kann es für viele hilfreich sein, da bei mir der - bei Anirdie typische - Nystagmus (müsste glaube ich Augenzittern sein) verhinder werden konnte durch Verwendung von Corning-Gläser schon seitdem ich ein Baby war:

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Augenärtzliche Bescheinigung

Das Kind Thomas, geb. 20. 09. 1987, steht seit früher Kindheit in ambulanter Behandlung unserer Klinik. Es handelt sich um ein angeborenes Fehlen der Regenbogenhaut und Pupille, eine sehr seltene Fehlbildung. Dabei fehlt dem Patient due stenopäische Lücke zur Scharfeintellung eines Bildes und die Anpassung der Beleuchtung der Netzhaut an die Belichtung der Außenwelt. Dabei entsteht immer eine mehr oder weniger ausgeprägte Makuladystrophie. Durch sehr frühe Behandlung mit Corning-Gläsern oder phototropen Kantenfiltern wurde es möglich, den sonst überlicherweise auftretenden Nystagmus und die damit verbundene Sehschwäche zu vermeiden und zu verringern. Dadurch kann das Kind eine normale Schulausbildung genießen. Üblicherweise tritt bei laufender Belichtung der Linse mit UV- und blauem Licht eine Trübung der Linse ein, von welcher bei Thomas bisher nichts zu erkennen ist. Außerdem besteht meist eine Weitsichtigkeit und das Risiko eines grünen Stares.
Bei Thomas wären ohne phototrope Kantenfilter mehrere Brillen notwendig: eine für Wohnung, eine für Regenwetter und eine für Sonnenschein, alle UV-beschichtet. Diese Brillen stellen ein Hilfsmittel im Sinne des Paragraphen 33(1) SBG Band V dar. Bisher konnte die Vielzahl der Brillen durch Phototropie ersetzt werden, was phyiologischer und für den Jungen leichter zu handhaben ist.
Jeder Arzt, der das Krankheitsbild der Aniridie kennt, sollte wissen, dass bei Thomas diese Brillen zur Vermeidung größerer Schäden, zum Teilhaben am normalen Leben und zum erlangen einer regelmäßigen, guten Ausbildung beitragen. Sie verhindern das Auftreten von grauem und grünem Star, verringern den Nystagmus und bedeuten einen Schutz vor vorzeitigem Fortschreiten der Sehbehinderung und Komplikationen wie grauem oder grünem Star.

Prof. Dr. U. Mayer
Extraordinaria im Ruhestand
Sehbehindertenbeutreuung


Adresse:
AMBULANZ / Sekretariat der Univ.-Augenklinik
Schwabachanlage 6
D-91054 Erlangen
Tel.: 09131 / 8534460

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Wenn man mit ihr spricht, mehr man auch, dass sie sehr stolz darauf ist, dass die Behandlung durch sie so gut abgelaufen ist.
Wer weitere Informationen haben will oder die Adresse von Frau Prof. Dr. Mayer kann mir gerne eine E-Mail schreiben (worm.thomas@email.de).

Ich hoffe dieser Beitrag kann jemanden helfen und ich hoffe auch, dass die Krankenkasse bald wieder bereit ist die Gläser zu zahlen.


Grüße
Thomas


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