Re: Cylopentolat und Psychosen


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Abgeschickt von Andreas am 06 April, 2003 um 15:54:01:

Antwort auf: Cylopentolat und Psychosen von Silvia am 05 April, 2003 um 17:17:34:

Hallo Silvia!

In der Roten Liste steht, daß Cylopentolat selten zu kurzfristigen psychischen Veränderungen führen kann. Diese treten vorwiegend bei Kinder, meist durch Überdosierung auf.

Wenn hier der Befriff "selten" verwendet wird, muß man natürlich die Frage stellen, wie oft kurzfristige psychische Veränderungen bei Kindern überhaupt auffallen.

Den Zusammenhang zu erklären, ist hier nicht einfach, weil es wissenschaftlich nicht ganz nachvollziehbar ist, wie Psychosen auf diesem Wege entstehen. In erster Linie geht man von einem Bedingngskomplex aus körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren aus. Zur Diskussion stehen außerdem Störungen des Stoffwechsels und der Neurotransmitter. Hier könnte man sagen, daß Mydriatika zu den nichtquartären Parasympatholytika gehören, die in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Von der Wirkung her, wird die Übertragung der Erregung an den parasympathischen Nervenendigungen unterdrückt. Dabei wird die Wirkung des Acetylcholins (ein Neurotransmitter) aufgehoben.

Herzliche Grüße
Andreas




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