Re: linkes Auge kann nicht über die Mittellinie nach außen (schläfenwärts) bewegt werden


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Abgeschickt von Wilhelm Happe am 01 Dezember, 2001 um 20:48:19

Antwort auf: Strabismus von Anja/Torsten H. am 21 November, 2001 um 12:04:26:

Wahrscheinlich ist, daß Laurin das linke Augen nicht nach außen über die Mittellinie bewegen kann. Daß es trotzdem zum Schielen des rechten Auges gekommen ist, spricht dafür, daß das linke - trotz der Bewegungseinschränkung - sein dominantes Auge ist.
Am häufigsten besteht die Ursache in einem sog. Retraktionssyndrom (= Duane-Syndrom). Hierbei ist es durch eine angeborene Fehlentwicklung der Nervenversorgung des äußeren Augenmuskels (Externus) zu einer teilweisen Fibrosierung des Muskels gekommen. Kennzeichnend hierfür ist, daß es bei Blick des betroffenen Auges zur Nase hin (Adduktion) zu einer Lidspaltenverengung kommt, weil bei dieser Bewegung der innere Muskel (Internus) angespannt wird, gleichzeitig aber der äußere (Externus) nicht entspannt.

Die zweithäufigste Ursache besteht in einer angebornen oder früher (z.B. während der Geburt) erworbenen Lähmung bzw. teilweisen Lähmung des äußeren Augenmuskels. Selten kann es auch zu Verwechslungen bei frühkindlichem Innenschielen kommen. Die verschiedenen Möglichkeiten können in der Regel durch relativ einfache Untersuchungen beim Spezialisten abgeklärt werden. Abhängig von dem Ergebnis dieser Untersuchungen, sollte dann evtl. auch eine kinderneurologische Untersuchung efolgen. (Voher tappt der Neurologe im Dunkeln und zieht evtl. zu seiner eigenen Sicherheit das ganze diagnostische Ausschluß-Diagnostik-Programm durch, daß man dem Kind evtl. ersparen kann.

Nachbemerkung: Man muß auch abklären, ob es einen speziellen Grund dafür gibt, daß Laurin das li. Auge bevorzug. z.B. re. Astigmatismus, mehr Hyperopie?

Vielleicht wissen Sie durch weitere Untersuchungen bereits mehr !?


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