Re: angeborene Augenmuskellähmung


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Abgeschickt von Wilhelm Happe am 05 Februar, 2002 um 13:47:29

Antwort auf: angeborene Augenmuskellähmung von Astrid V. am 01 Februar, 2002 um 15:47:55:

: ..5 1/2, ehemaliges Frühchen, 30. SSW
..rechten Auge nicht nach oben (nicht über Horizontale)
..sieht auf diesem Auge auch schlechter

Offenbar liegt eine Lähmung des oberen geraden Augenmuskels (= M. rectus superior) vor (evtl. in Kombination mit einer Lähmung des unteren schrägen Augenmuskels (= M. obliquus inferior)). Ich nehme an, dass die Pupillen auf beiden Augen gleich weit sind und dass das rechte Oberlid nicht tiefer steht als das linke. Andernfalls müsste man an eine Lähmung des 3. Hirnerven denken, der diese Muskeln innerviert.

Eine Amblyopie des re. Auges ist nicht zwingend eine Folge der Lähmung. Sie bedarf daher genauer Abklärung und Behandlung.

Operativ ist es gelegentlich möglich eine Vergrößerung des Feldes des binokularen Einfachsehens herbeizuführen. Dazu ist es erforderlich durch eine Operation am li. (eigentl. nicht betroffenen!) Auge eine dosierte Schwächung des Hebers herbeizuführen. Dadurch, dass beide Augen vom Gehirn immer die gleichen Innervationsbefehle erhalten, wird dann die Bewegungsstrecke bei der beide Augen auf gleicher Höhe bleiben nach oben hin größer. Das funktioniert besonder gut, wenn noch eine Restfunktion des gelähmten Muskels vorhanden ist.


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