Re: Schielbehandlung bei Erwachsenen


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Abgeschickt von Wilhelm Happe am 17 Februar, 2002 um 15:20:28

Antwort auf: Schielbehandlung bei Erwachsenen von Tanja am 16 Februar, 2002 um 20:06:37:

: ..Zunächst soll ich ca. 1 Woche lang ununterbrochen eine Augenklappe tragen, nach einer anschließenden Untersuchung würde ich eine Prismenbrille erhalten, die ich dann mehrere Monate tragen müßte. Darauf soll dann eine Schieloperation des rechten Auges folgen,
: da das linke bereits einmal operiert wurde.
: Ziel der Therapie ist das Erreichen von Binokularsehen. Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten einer solchen Therapie ein?

Die Ihnen vorgeschlagene Behandlung ist mir suspekt - aus folgenden Gründen:
1. ist es nicht gerade sinnvoll ein Auge für eine ganze Woche zuzudecken. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass es danach auch zu persistierenden Doppelbildern kommen kann. Dass damit die Voraussetzungen für einen Prismenausgleich gebessert würden ist sicher nicht der Fall.

2. Ein präoperativer Prismenausgleich über eine längere Zeit ist auch nicht immer sinnvoll. Sinnvoll ist er bei kleinen Schielwinkeln und der Befürchtung, dass es postoperativ wieder zu einer Winkelvergrößerung kommen kann.

3. Die Begründung warum die Operation am nicht amblyopen Auge durchgeführt werden soll ist nicht stichhaltig. Es kann in der Tat sinnvoll sein, am nicht amblyopen Auge zu operieren, um z.B. zusätzlich eine von diesem Auge ausgehenden Kopfzwangshaltung zu korrigieren oder um die Beweglichkeit beider Augen in allen Blickrichtungen aneinander anzupassen.

So wie Sie den Therapievorschlag wiedergeben, hört sich das sehr nach irgendeinem Schema an und nicht nach (unbedingt notwendiger) individueller Therapie.


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