Re: Schielbehandlung bei Erwachsenen


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Abgeschickt von Tanja am 18 Februar, 2002 um 17:04:35:

Antwort auf: Re: Schielbehandlung bei Erwachsenen von Wilhelm Happe am 17 Februar, 2002 um 15:20:28:

Lieber Herr Dr. Happe,


vielen Dank für Ihre Stellungnahme!
Sie haben meine Bedenken bezüglich einer Operation an meinem nicht amplyoben Auge bestätigt. Ich möchte allerdings den Versuch des Abdeckens wagen, da ich wissen möchte, ob und wie sich meine Sehkraft auf meinem amplyoben Auge verändert. Laut den Angaben meines behandelnden Arztes würde das Binkularsehen (was wohl auch das Doppeltsehen mit sich bringen würde) nach Entfernung der Augenklappe ganz schnell wieder verschwinden. Sie Sprechen allerdings von der Gefahr eines persistenten Doppeltsehens. Wie groß ist diese Gefahr? Das Tragen einer Prismenbrille käme für mich aus beruflichen Gründen nicht in Frage und da dies die Voraussetzung für eine Operation zu sein scheint und ich einen Eingriff an meinem nicht amplyoben Auge ablehne, werde ich die OP wohl auch nicht vornehmen lassen.

Ich finde Ihre Homepage genial und hoffe, daß Sie sie auch beibehalten, da es zum Thema Schielen einfach viel zu wenig Informations- und Austauschmöglichkeiten gibt.


Vielen Dank und viele Grüße!

: : ..Zunächst soll ich ca. 1 Woche lang ununterbrochen eine Augenklappe tragen, nach einer anschließenden Untersuchung würde ich eine Prismenbrille erhalten, die ich dann mehrere Monate tragen müßte. Darauf soll dann eine Schieloperation des rechten Auges folgen,
: : da das linke bereits einmal operiert wurde.
: : Ziel der Therapie ist das Erreichen von Binokularsehen. Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten einer solchen Therapie ein?

: Die Ihnen vorgeschlagene Behandlung ist mir suspekt - aus folgenden Gründen:
: 1. ist es nicht gerade sinnvoll ein Auge für eine ganze Woche zuzudecken. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass es danach auch zu persistierenden Doppelbildern kommen kann. Dass damit die Voraussetzungen für einen Prismenausgleich gebessert würden ist sicher nicht der Fall.

: 2. Ein präoperativer Prismenausgleich über eine längere Zeit ist auch nicht immer sinnvoll. Sinnvoll ist er bei kleinen Schielwinkeln und der Befürchtung, dass es postoperativ wieder zu einer Winkelvergrößerung kommen kann.

: 3. Die Begründung warum die Operation am nicht amblyopen Auge durchgeführt werden soll ist nicht stichhaltig. Es kann in der Tat sinnvoll sein, am nicht amblyopen Auge zu operieren, um z.B. zusätzlich eine von diesem Auge ausgehenden Kopfzwangshaltung zu korrigieren oder um die Beweglichkeit beider Augen in allen Blickrichtungen aneinander anzupassen.

: So wie Sie den Therapievorschlag wiedergeben, hört sich das sehr nach irgendeinem Schema an und nicht nach (unbedingt notwendiger) individueller Therapie.





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