Spontanschielen nach Okklusionstherapie


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Abgeschickt von Pia H, am 09 April, 2002 um 23:25:54

Meine Tochter (4 Jahre) wird seit ihrem 1. Lebensjahr regelmäßig augenärztlich betreut.
Eine frühe augenärztliche Kontrolle war für uns wichtig, da sie durch mich erblich vorbelastet ist,
bezüglich Schielen und Schwachsichtigkeit.
Lange Zeit konnte man ein Mikroschielen bei ihr nicht ausschließen.
Im Juni letzten Jahres stellte der Augenarzt eine deutliche Schwachsichtigkeit auf dem linken Auge fest.
Aufgrund ihres guten Visus wurde keine Brille verordnet, sondern nur eine Okklusionstherapie.
Die ersten 2 Monate wurde das "gute" Auge täglich für 2 Stunden, später für 3 Stunden zugeklebt.
Bereits bei der ersten Kontrolluntersuchung war ein Erfolg sichtbar. Im November bei der U8 schnitt
beim Sehtest das vermeindlich schlechtere linke Auge besser ab als das "gute" rechte. Daraufhin konsultierten
wir Anfang Dezember wieder den Augenarzt. Bei dieser augenärztlichen Untersuchung zeigten beide Augen das
gleiche Sehvermögen. Auch konnte zum ersten mal ein räumliches Sehen nachgewiesen werden. Die Okklusionstherapie
wurde unverändert fortgeführt. Beim nächsten Kontrolltermin am 21. Februar sah meine Tochter mit dem linken,
schwachsichtigen Auge besser als mit derm rechten. Die Okklusionstherapie sollte unverändert fortgeführt werden.
Knapp eine Woche später, nach dem Entfernen des Augenpflasters, schielte meine Tochter plötzlich ganz extrem
mit dem linken Auge. Neben dem Schielen kniff Sie das linke Auge häufig zu. Am nächsten Morgen war das extreme Schielen weg.
Ich schicke Sie ohne Augenpflaster in den Kindergarten und rief beim Augenarzt an. Auf Wunsch der Orthoptistin wurde das linke Auge
vor dem Arztbesuch am Nacmittag noch einmal für 1 Stunde zugeklebt. Als Die Orthoptistin das Augenpflaster entfernte schielte meine
Tochter wieder so extrem wie am Vortag. Der Augenarzt konnte seine wissenschaftliche Begeisterung, ob dieses einmaligen Falles an
Spontanschielen in seiner Praxis nicht verbergen. Die nächsten 2 Wochen wurde ohne jegliche Therapie abgewartet was passiert.
Meine Tochter schielte weiter. Daraufhin bekam sie eine Brille mit den Gläserstärken +1,5 (R) und +2,25 (L) verordnet und eine
35 fache Prismenfolie für das linke Auge. Das Schielen hat sich durch die Brille nicht gebessert. Lediglich am Morgen nach dem
Aufstehen schielt meine Tochter für 1-2 Stunden nicht merklich.
Nun möchte der Augenarzt meine Tochter möglichst schnell operieren, auch damit sie ihr räumliches Sehen nicht verliert. Dies liegt
auch mir sehr am Herzen, denn ich selbst habe trotz Okklusionstherapie, Brille und Schieloperation kein räumliches Sehen erlangen können.

Herr Dr. Happe sehen auch Sie eine Operation als unvermeindlich an?
Gibt es keine Chance, das dem Spontanschielen auch ein spontanes "Nicht-mehr-schielen" folgt?
Ist eine Umkehrung des Spontanschielens auch nach einer Operation unwahrscheinlich oder müssen wir befürchten das ein evtl.
verkürzter Muskel einem spontanen Umkehrprozess entgegen wirkt?
Kann ich die Operation von dem behandelnden Arzt meiner Tochter durchführen lassen, der mit Sicherheit eine Kapazität auf dem Gebiet
der Augenheilkunde ist, sich aber zumindest in den letzten Jahren eher auf dem Gebiet der Lasertechnik spezialisiert hat?
Oder erfordert die Schieloperation meiner Tochter besondere Spezialisten?

Bitte Antworten Sie mir bald, da meine Tochter bereits in 2 1/2 Wochen operiert werden soll.

Ich danke Ihnen für Ihre Mühen und diese informativen Internetseiten und dieses tolle Forum.


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