Re: Schädigung des Sehnerves


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Abgeschickt von kerstin am 07 Juni, 2002 um 16:39:23

Antwort auf: Schädigung des Sehnerves von Kerstin K. am 04 Juni, 2002 um 16:32:51:

: Unser Enkelsohn ist 4 Monate alt. Sein Sehnerv ist nicht voll ausgebildet. Er reagiert z.Zt. nicht auf optische Reize. Der konsultierte Artzt macht uns wenig Hoffnung, daß er jemals mehr als hell und dunkel unterscheiden wird. Müssen wir uns damit abfinden?

Mit vier Lebensmonaten kann man noch keine eindeutige Prognose bezüglich des Sehverhaltens stellen. Ich empfehle, Ihren Enkelsohn in einer Augenklinik bei einer Orthoptistin oder bei einem Augenarzt mit Orthoptistin vorzustellen. Diese sieht nach dem Sehverhalten und der Augenstellung
Außerdem sollte eine Bestimmung der Fehlsichtigkeit mit Augentropfen vorgenommen werden um herauszufinden, ob Ihr Enkel eine Brille braucht
Zusätzlich empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit einer Frühförderstelle für sehgeschädigte Kinder in ihrer Umgebung. Dort arbeiten Blinden/Sehbehindertenpädagoginnen, evtl. mit der Vorausbildung als Ortoptistin
Dort werden die Kinder mit verschieden Kontrasten, Lichtquellen, Spielsachen einzeln oder in der Gruppe, in der Einrichtung oder zu Hause visuell gereizt um den vorhandenen sehrest zu stimulieren. Werden sehgeschädigte Kinder visuell nicht optimal gereiz, besteht die Gefahr der Venachlässigung des Restsehvermögens, die Kinder verlassen sich dann auf intakte Sinne (z.B. Hören)
Da sich das Sehen im ersten Lebensjahr rasant entwickelt, kann mit der Frühförderung durchaus erreicht werden, das Ihr Enkel mehr als nur Lichtschein sehen kann. Außerdem werden die Kinder recht früh an vergrößernde Sehhilfen wie Lupen/Bildschirmlesegeräte herangeführt und entwickeln ein größeres Selbstbewußtsein da sie andere kennenlernen, die genausewenig/genausogut sehen, wie sie selbst.
Auch empfinden viele Eltern den Erfahrungsaustausch als sehr vorteilhaft.


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