Verletzungsrisiko Sportbrille


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Abgeschickt von Jürgen am 25 Juni, 2002 um 20:02:08:

Antwort auf: Sportbrille bei 14jähriger von Eberhardt am 08 Juni, 2002 um 15:53:29:

Verletzungsrisiko Sportbrille

Ich bin Sportlehrer und recherchiere aufgrund von Vorkommnissen im Zusammenhang Sport und Brille im Internet. Nach dem ich in den vergangenen Wochen zwei ernsthafte Unfälle im Zusammenhang mit Brillen erleben musste, plädiere ich dafür, im Sportunterricht, zumindest bei Ballsportarten, wenn irgend möglich auf das Tragen einer Brille zu verzichten.

Beim ersten Unfall bekam ein Schüler einen Volleyball auf seine Brille. Dabei handelte es sich um keine spezielle Sportbrille, sondern um ein konventionelles Metallgestell. Die Folge war eine Platzwunde über dem rechten Auge die genäht werden musste. Eine Narbe wird bleiben.
Beim zweiten Unfall traf ein Basketball auf die
? wohlgemerkt ? Sportbrille eines Schülers. Der Aufprall verursachte ein Veilchen, ein Hämatom um dem Auge, wie ich selten eins sah.

Ich habe mich darüber mit unserem Rektor beraten, ob es nicht möglich wäre das Tragen ungeeigneter Brillen bei Ballspielen zu verbieten. Dabei kämen wir aber in Konflikt mit dem Schulgesetz.
Ich empfehle allen fehlsichtigen Schülern und deren Eltern beim Schulsport Kontaktlinsen, keine oder eine spezielle, für den Ballsport geeignete Brille zu tragen. (Diese haben dann sogar eine Schutzwirkung für die Augen, sehen allerdings etwas obskur aus.)
Die gängigen Sportbrillen sind großer Schrott und haben den Namen nicht verdient. Die Verletzungsgefahr durch nicht exaktes Scharfsehen bei Ballsportarten werte ich niedriger als die durch sogenannte Sportbrillen verursachte.

Drum lieber Eberhardt: Deine Tochter hat recht.

: Unsere jüngste Tochter (14) ist sehr kurzsichtig. Unsere beiden anderen brauchen keine Brille.
: Meine Frau war jetzt vor einigen Tagen mit ihr beim Augenarzt, der hat ihr stärkere Gläser verschrieben. Sie hat jetzt ?4,00 auf dem einen und ?5,50 auf dem anderen Auge.
: Die Augenärztin will unserer Tochter eine Sportbrille verschreiben. Die Kosten würden auch von der Kasse übernommen werden. Sie weigert sich aber, da sie beim Sport keine Brille tragen will und auch keine brauchen würde. Der Grund ist Eitelkeit. Sie sagt es sieht behindert aus. Ansonsten hat sie sich nie für ihre Brille geschämt. Die Augenärztin sagt, sie soll die Brille tragen, damit das schlechtere Auge nicht vernachlässigt wird. Sie geht auch zwei mal in der Woche in den Schwimmverein, und auch da soll sie die Sportbrille tragen. Sie meint, das wird sie auf gar keinen Fall machen.
: Ich denke, dass es ihre eigene Entscheidung sein sollte. Wenn sie meint ohne Brille genug zu sehen, dann muss ich das respektieren. Aber ich frage mich, ob dadurch ihre Augen nicht noch schlechter werden können, wie die Augenärztin sagt. Zwingen kann ich sie nicht, höchstens überreden. Aber ist das nötig?




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