Re: Einseitige Kurzsichtigkeit: Brille oder nicht ...


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Abgeschickt von Wilhelm Happe am 18 Maerz, 2001 um 17:18:59

Antwort auf: Einseitige Kurzsichtigkeit: Brille oder nicht ... von Marla K. am 15 Maerz, 2001 um 08:51:37:

: Braucht ein Junge (21 Monate) bei einseitiger Kurzsichtigkeit (-1,5) - keine Hornhautverkrümmung - eine Brille (das andere Auge sieht richtig: +/-0,0) oder gibt sich diese einseitige Kurzsichtigkeit während des Wachstums wieder? Kann sich das Gehirn währenddessen einwandfrei entwickeln oder benötigt es die Brille für eine beidseitige klare Sicht?

ANTWORT:
Auch ohne Brille wird ein -1,5 dpt kurzsichiges Auge nicht amblyop. Der Grund ist, daß das kurzsichtige Auge bevorzugt in der Nähe benutzt wird. Es sieht nämlich in einen Abstand von 75 cm scharf ohne zu akkommodieren.
Einschränkungen können sich jedoch beim beidäugigen Sehen ergeben. Es kann nämlich immer nur mit beiden Augen gleich viel akkommodiert werden, so daß das Bild beider Augen nie gleich scharf ist. Mit Brille sind wiederum die Bilder gleich scharf, aber das des kurzsichtigen Auges ein bißchen kleiner.
Fazit: Eine Brille ist noch nicht unbedingt erforderlich. Ich kenne einige Paitenten mit einer solchen Anisometropie (unterschiedliche Refraktion beider Augen), die trotzdem gutes Binokularsehen haben. Ab einer Dioptrienzahl von 2,5 dpt würde ich aber auch in jedem Fall die Brille verordenen.

Stimmt es dass die Brille ein bischen weniger Dioptrien aufweisen muss, damit das Auge dazu angeregt wird, sich mehr zu bemühen um klar zu sehen? Danke für die ganzen Antworten...

ANTOWORT:
Nein, bei der Kurzsichtigkeit hat das Auge keine Möglichkeit "sich zu bemühen"; d.h. eine Unterkorrektion führt zur Verneblung für die weite Ferne. Eine Weitsichtigkeit kann man dagegen durch Akkommodation (teil-)kompensieren.



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