Re: Okulomotorische Apraxie


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Abgeschickt von kerstin am 09 Juli, 2002 um 18:27:39:

Antwort auf: Okulomotorische Apraxie von Susanne am 08 Juli, 2002 um 23:29:06:

: Ich suche Informationen zum Thema: Okulomotorische Apraxie - Cogan Syndrom

okulomotorische Apraxie ein recht seltenes Erscheinungsbild und in der Regel angeboren, selten erworben. Beim angeborenen Cogansyndrom besteht eine Unfähigkeit horizontale schnelle Augenbewegungen (=Sakkaden)zu machen. Die Augen können nur mit Hilfe des Vestibularissystems (=Gleichgewichtsorgan und dessen Nervenkerne im Hirnstamm)bewegt werden, was zu typischen Kopfschleuderbewegungen führt. Diese Kopschleuderbewegungen kann man vor allem bei Kleinkindern mit einem angeborenen Cogansyndrom beobachten. Im Verlauf ihres Lebens lernen diese Kinder schnell, kleinere, für den Gegenüber unauffällige Kopfschleuderbewegungen auszuführen, um die Augen zu bewegen. Bei diesen Kindern ist ein MRT (Kernspintomographie)empfehlenswert, da mit einem Cogansyndrom manchmal eine Fehlbildung des Balkens (Nervenstrang, der beide Hirnhemisphären untereinander verbindet)einhergehen kann.
Das erworbene Cogensyndrom ist erheblich seltener. Hier sind die Hirnstrukturen, die für die vertikalen schnellen Augenbewegungen zuständig sind, gestört, die Patienten machen vertikale Kopschleuderbewegungen, um Ihre Augen in verschiedene Positionen zu bringen. Hier ist auf jeden Fall ein MRT und eine Vorstellung beim Neurologen erforderlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen, viele Grüße

Kerstin


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