Re: Schielen nach Unfall


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Abgeschickt von theres am 18 Juli, 2002 um 21:07:32:

Antwort auf: Re: Schielen nach Unfall von kerstin am 18 Juli, 2002 um 13:12:44:

: : Seit einem Unfall mit HWS-Verletzung schiele ich nach aussen, dabei sind die Schwierigkeiten in die Nähe zu sehen grösser. Gleitsichtgläser haben nicht ausgereicht, ich benötige jetzt eine Prismenfolie, auch in die Weite. Dann musste ich ein Auge einen Tag lang abkleben um den Schielwinkel in die Ferne zu bestimmen für eine allfällige Operation. Das hat aber nicht funktioniert. Trotzdem ändert sich der Winkel bei jeder Untersuchung, ist mal besser, mal schlechter, mit Tendenz zur Zunahme des Winkels. Nun muss ich noch weitere Untersuchungen machen lassen, denn eine OP wäre vielleicht doch sinnvoll.? Wer kennt sich bei dieser Problematik aus, kann mir sagen wie man den Schielwinkel genau ausmessen kann und was es für Lösungsmöglichkeiten gibt? Vielen Dank für Eure Antwort. Theres

: Hallo,

: Ihr Problem hört sich wie eine Konvergenzschwäche an. Normalerweise werden die Augen beim Blick in die Nähe etwas nach innen gerichtet. Dies nennt man Konvergenz. Bei einer Konvergenzschwäche kann diese Ausrichtung der Augen nach innen auf ein Objekt nicht oder nichtdauerhaft geleistet werden. Die Konvergenzschwäche kann angeboren sein, aber auch die Folge eines Schädelhirntraumas sein.
: Das Problm bei dieser Schwäche ist, das der Schielwinkel in der Nähe größer als in der Ferne ist. Meistens kann der Fernwinkel auch nach dem Abkleben eines Auges oder einem längeren (ca. zweiwöchigen) Prismenaufbau nicht angegelichen werden. Eine OP ist möglich, allerdings ist nach der OP eine Überkorrektur, also ein Innenschielen in der Ferne nicht auszuschließen. Meistens läßt der Effekt einer solchen OP mit dne Jahren anch, sodaß ein zweiter Eingriff auch möglich ist.
: Wenn sich wie bei Ihnen der Schielwinkel noch verändert, sollte man abwarten, bis die Werte stabil sind und erst dann operieren.
: Mit der Konvergenzschwäche kann manchmal eine Schwäche der Naheinstellung der Augen einhergehen, weshalb das Tragen einer Lese- oder Gleitsichtbrille auch nach der Schiel-OP noch notwendig sein wird.

: Sie können aber auch ein Außenschielen gehabt haben, das sie vor dem Unfall gut kompensieren konnten. Nach dem Unfall kann die Kompensationsfähigkeit nachgelassen haben.

: Ein Ausmessen der Augen wird meistens von einer Orthoptistin durchgeführt. Ich empfehle Ihnen, sich in einer Augenklinik oder Universitätsaugenklinik vorzustellen, da dort auch operiert wird. Dort kann man Ihnen sicherlich sagen, ob und wann eine Schiel-OP möglich ist.

:
: Viele Grüße

: Kerstin
Hallo Kerstin

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich benötige tatsächlich zwei unterschiedliche Prismenfolien (Ferne/Nähe), trotzdem ist ein gutes Resultat noch nicht erreicht. Ich werde in nächster Zeit an eine Klinik gehen können für weitere Untersuchungen. Da der Unfall vor 3 1/2 Jahren stattfand, ist meine Geduld bereits sehr überstrapaziert und ich nehme das Wissen von anderen Lesern sehr gern entgegen. Theres


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