Re: Schiel - OP


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Abgeschickt von kerstin am 23 Juli, 2002 um 20:29:29:

Antwort auf: Schiel - OP von Brigitte C. am 23 Juli, 2002 um 18:48:46:

: Hallo,mein Sohn wurde 85 geboren. War 10 Tage mit Sauerstoff im Inkubator. Hatte Schielwinkel nach innen. 89 wurde er operiert. Lt. Arztbericht danach mit minimalen Schielwinkel nach außen. Soll jetzt wieder operiert werden. Brauchen Kostenübernahme von AOK. LT. Kosmetische OP. Was kostet diese Op ( Schielwinkel außen) Ambulant?? Hat jemand eine Ahnung wie man AOK überzeugen kann??????????
: Danke!!!! Hat übrigends kein räumliches Sehen. Braucht aber keine Brille.

Hallo,

die Operation wird je nach Ausführungsort (Klinik , Uniklinik oder operative Praxis) unterschiedlich viel kosten. Ich schätze ausschließlich die OP wird ca. 500-1000 Euro kosten (rein spekulativ). Bei den OP-Kosten müssen das Personal (mindestens eine OP-Schwester, ein OP-Assistent, ein Operateur), die Kittel, die OP-Geräte usw. berücksichtigt werden. Mit einer Narkose wird das ganze noch teurer, da der Narkosearzt auch einkalkuliert werden muß.
Außerdem hängen die Kosten sicher von der OP-Art (also ein Muskel oder mehrere Muskeln) und deren Dauer ab. Bei einem ausgerpägten Außenschielen müssen sicherlich mindestens 2 Muskeln operiert werden. (Bei Ihrem Sohn ist es günstiger, das voroperierte Auge zu operieren, da so die letzte OP gegen das Innenschielen wieder rückgängig gemacht wird).
Da Ihr Sohn noch minderjährig ist und in einem Alter ist, wo das Aussehen wichtig ist, kann man die AOK evtl. überzeugen, indem der AOK klarmacht, das das Schielen eine recht starke psych. Belastung darstellt und auch für den weiteren Lebensweg (Bewerbung etc.) ein auffälliges Außenschielen hinderlich sein kann.
Ob die AOK die Kosten daraufhin übernimmt ist sicherlich eine andere Frage. Die Kostenübernahmen für Schiel-OPs werden vor allem, wenn ein Auge schlecht sieht od. erblindet ist, immer weniger erteilt, da die Krankenkassen immer mehr einsparen.In dem Fall Ihres Sohne finde ich persönlich die Kostenübernahme gerechtfertigt. Ich kenne bis jetzt nur die Variante, daß die AOK den stationären Tag vor der OP gestrichen hat, die OP Kosten aber voll übernommen hat. Vielleicht ist das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich kann Ihnen für meine Tips leider keine Erfolgsgarantie geben, da viele gesezlichen Krankenkassen in der letzten Zeit Ihre Leistungen rapide streichen. Wenn sie wollen, können Sie mir im Forum schreiben, ob die AOK die Kosten der OP übernommen hat.

Viele Grüße

Kerstin


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