Re: Untersuchung wg. Grünem Star (Glaukom)


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Abgeschickt von kerstin am 10 August, 2002 um 20:38:26:

Antwort auf: Untersuchung wg. Grünem Star (Glaukom) von Diana am 10 August, 2002 um 19:14:46:

: Hallo,
: ich habe eine Frage zum Grünen Star (erhöhter Augeninnendruck, der unbehandelt zur Erblindung führen kann): Ich habe gelesen, dass hochgradig Kurzsichtige besonders gefährdet sind. Was man unter "hochgradig" verstehen soll, weiß ich eben nicht, aber meine Werte sind: rechts -7,25, links -10,0. Wäre eine Vorsorgeuntersuchung angebracht? Hängt das auch vom Alter ab? (ich bin 23) Wie läuft die Untersuchung ab? Ich gehe zwar regelmäßig zum Augenarzt, aber mir scheint, man müsste ihr ab und zu "auf die Füße treten". Sie kam z. B. auch nicht auf die Idee, mich mal auf die Möglichkeit einer Schiel-OP hinzuweisen, obwohl ich vorher ziemlich auffällig geschielt habe (OP habe ich inzwischen hinter mir - alles muss man selbst machen...). Übrigens, falls sich jemand für Schiel-OPs interessiert: ausführlicher Bericht hier im Forum, mein Beitrag vom 5.8., "RE: Schielen/Doppelbilder"
: Vielen Dank schon im Voraus für Infos! MfG Diana

Hallo,

Kurzsichtige haben häufiger ein Normaldruckglaukom, d.h. der Augeninnendruck ist in Ordung, der Sehnerv zeigt aber ein glaukomatöses Bild. Ob das mit der Dioptrienanzahl zusammenhängt, weiß ich nicht. Man untersucht einen Glaukompatienten, indem man das Gesichtsfeld und den Augeninnendruck prüft. Beim Glaukom sieht man typische Gesichtsfeldausfälle. Der Augeninnendruck kann mit verschiedenen Mehtoden gemessen werden. Die genaueste ist die Methode, bei der (vorher Tropfanästhesie der Hornhaut)ein kleines Meßköpfche auf die Hornhaut gesetzt wird. Der Wert wird anschließend vom Augenarzt abgelesen. Die andere, recht verbreitete Methode mißt den Augeninnendruck, indem ein Luftzug auf die Hornhaut geleitet wird. anschließend mißt das Gerät die Eindrückbarkeit der Hornhaut. diese Methode ist vor allem bei Kurzsichtigen nicht genau, der Augenarzt sollte bei Dir immer die erste Methode anwenden. Die zweite Methode kann auch von Optikern angeboten, die erste nicht. Du kannst Dich vorsorglich untersuchen lassen, allerdings übernimmt die Krankenkasse die Messung des Augeninnendrucks nicht mehr (kostet im Durchschnitt ca. 30 Mark. Bei einer Kurzsichtigkeit mit Deinen Werten sollte ca. jährlich die Netzhaut mit weiten Pupillen kontrolliert werden, da Kurzsichtige öfter zu Netzhautdehnungen od. -löchern neigen. Übrigens, falls Du mit Deiner Augenärztin nicht zufrieden bist, dann stell Dich doch mal bei einem anderen Augenarzt vor. Da Du ja auch ein Schielen hast, bzw. operiert bist, sollte der Augenarzt günstigstenfalls eine Orthoptik haben.

Viele Grüße

Kerstin


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